Fuyamu-Logo, Schriftzug

Karate wird einmalig olympisch

Datum:

Von:

Zwei große Kirschbäume in pinker Blüte stehen auf einer grünen Wiese.
© Sui

Die Olympischen Spiele in Tokyo stehen bevor. In diesem Jahr ist nun vorerst einmalig, die japanische Kampfsportart Karate als Sportart zugelassen. Im Zuge dessen veröffentlichte das japanisches Außenministerium heute einen Text mit Informationen zu der Kampfkunst und wie der Wettkampf sich bei den künftigen Spielen gestaltet.

Bisher war die japanische Kampfsportart Karate nicht bei den Olympischen Spielen als Sportart zugelassen. Im Gegensatz zu anderen Kampfsportarten, wie beispielsweise Judo, was seit 1964 dauerhaft olympisch ist, gehörte Karate bisher nicht zu den zugelassenen Sportarten. Einer der Gründe dafür war bisher, dass es sehr viele unterschiedliche Stilrichtungen gibt, die sich nur sehr schwer in einem fairen Wettkampf vereinen lassen.

Wie gavierend die Unterschiede sind, wird deutlich, wenn man sich etwas näher mit der Geschichte des Karate auseinandersetzt. Ihren Usprung in China habend, kam die Kampfkunst 1422 nach Japan und verbreitete sich dort zu großen Teilen unter den Bauern und generell der ärmeren Bevölkerung, die ihre Werkzeuge, wie z. B. Sicheln, für ihre Kampfkunst nutzten. Auch wenn es heute die Regel ist, wird in einigen wenigen Karate-Schulen auch heute noch das Kämpfen mit Waffen unterrichtet.

Erst 187 Jahre nach der Entstehung schlossen sich erstmalig Karate-Meister für ein gemeinsames Ziel zusammen. Im Jahre 1875 wurde Karate einer breiten Öffentlichkeit bekannt und es bildeten sich weitere, dann hauptsächlich waffenlose Stilrichtungen heraus.

 

Anmerkung zur Wortbedeutung von „Karate“:

„Karate“ wird oftmals mit „leere Hand“ übersetzt. Im Ursprung hieß Karate eigentlich „chinesische / fremdländische Hand“. Die Schreibweise des Wortes und damit die Bedeutung wurde jedoch von Japan selbst so verfälscht, vermutlich im Zuge des Japanischen Nationalsozialismuses.
Da sehr viele Karate-Schulen und Vereine selbst, nicht über die Herkunft dieses Sachverhaltes aufklären, tragen sie so dazu bei, dass sich der Mythos, Karate sei eine waffenlose Kampfkunst, weiterverbreitet.